
LINKE Gewerkschafter in Idar-Oberstein
01.05.08 Idar-Oberstein
Auf der DGB-Veranstaltung zum 1. Mai in Idar-Oberstein verteilten
wie bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Mitglieder des Kreisverbandes
DIE LINKE.Birkenfeld mit dem Ortsverband Idar-Oberstein und der Linksjugend
[solid] Informationsmaterial.
Von den anwesenden Gewerkschaftern wurden
die angebotenen Zeitungen, Broschüren und ein Info-Blatt des
Kreisverbandes, in dem auch der jüngste SPD-Wortbruch von Kurt
Beck bezüglich der Bahnprivatisierung zur Sprache kam, fast ausnahmelos
angenommen. Im Gegensatz zu seinen SPD-Kollegen OB Zimmer, Landrat
Redmer und MDL Noss steckte sich selbst MDB Körper einen Flyer
ein. Symptomatisch für die erkennbare Isolation der anwesenden
SPD-Funktionäre war die Aussage eines noch nicht zur LINKEN gehörenden
Gewerkschafters, der dem ehemaligen CDU-Stadtbürgermeister Simon
eine höhere soziale Kompetenz zubilligte als dem jetzigen Oberbürgermeister
von der SPD. Während die Kreis-und stellvertretende rheinland-pfälzische
Landesvorsitzende Tanja Krauth und ihre Mitstreiter das Bad in der
Menge und den deutlich erkennbaren Zuspruch zu ihren linken Positionen
sichtlich genossen, blieben die SPD-Funktionäre unter sich.
Ein zwei Tage vorher in der Lokalpresse veröffentlicher Leserbrief
des stellvertretenden Kreisvorsitzenden der LINKEN, in dem MDL Noss
anlässlich seiner im Birkenfelder Kreistag getroffenen Äußerungen
attackiert wurde, fand selbst unter überzeugten SPD-Anhängern
Zustimmung.
Böß: "Wenn Noss meint, "dass unsere Gesellschaft
immer stärker auseinanderdriftet" verschweigt er, dass seine
Partei, die SPD, mit der Einführung der Hartz-IV-Gesetze und
weiteren Gesetzen, die die enorme Ausweitung der Leiharbeit und des
Niedriglohnsektors erst ermöglicht haben, maßgeblich an
dieser Entwicklung beteiligt war und noch immer ist! Anstatt unverbindliche
Sonntagsreden für die Presse zu halten, und mal ganz nebenbei
in einem Nebensatz die Glaubwürdigkeit seines Parteigenossen
Körper zu untergraben, sollte Noss sich besser öffentlich
für die Beseitigung dieser durch die SPD verursachten Missstände
einsetzen!"
Rainer Böß (rab)